Popsalon 2026

Mitte April trafen sich Musikfreunde aus ganz Deutschland in Osnabrück, um wie jedes Jahr dem wunderbar bestückten LineUp des Popsalons zu lauschen. Zwar ist das Festival für viele ein fester Bestandteil jeden Frühjahrs geworden, dennoch gab es auch bei der 14. Ausgabe die ein oder andere Veränderung und Neuigkeit, ob beim Booking oder bei den Locations.

Drangsal auf der Bühne
Drangsal eröffnet den Popsalon 2026 (Foto: Nina Kipry).

Wie schon im Jahr 2024 starte das Festival schon am Mittwochabend mit einem Konzert. Drangsal, der schon 2017 gebucht war, aber krankheitsbedingt absagen musste, begrüßte das Publikum in der Botschaft. Zum zweiten Mal ist diese nun schon das Zentrum des Popsalons und bietet gerade etablierteren Bands die Bühne, die vorher nur durch Behilfslösungen wie dem Rosenhof oder dem Hyde Park zu schaffen war. Solch größere Locations entschlacken den Zeitplan, erleichtern die Planung, sie bringen aber eigene Probleme mit sich. So verteilt sich der auf einem Indoorfestival sowieso durchgehend vorhandene Geräuschpegel durch die naturgemäß nicht ausverkaufte Halle wie ein Lauffeuer. Gerade in ruhigeren Abschnitten waren die Gespräche nicht zu überhören. Trotzdem: Wer etwas mit Drangsal anfangen kann, wurde trotz des etwas unaufmerksamen Publikums nicht enttäuscht. Es gab eine bunte Mischung aus den nunmehr vier Studioalben der Gruppe um Max Gruber, die durch das sympathische Auftreten inklusive kleiner Frage- und Wünscherunde abgerundet wurde, auch wenn das Lokalblatt NOZ das Konzert als „seltsam“ bezeichnete – was auch immer das bedeuten soll.