
Auch der Donnerstag als erster richtiger Festivaltag startete für uns in der Botschaft. Dort gab sich mit Somebody’s Child eines unserer Highlights die Ehre und wusste auf Anhieb zu überzeugen. Eingängige Gitarrenmelodien, irgendwo zwischen Indiemusik á la Interpol und Pop-Rock von U2, lockten einige Gäste vor die Bühne. Einzig beim Sound, besonders bei der Stimme des ansonsten sehr dominant auftretenden Frontmanns, fehlte es hin und wieder an Druck.

Das war in der Folge, bei unserem ersten Besuch der Kleinen Freiheit bei diesem Popsalon, kein Problem. Die im letzten Jahr viel besprochenen Grenzkontrolle wussten mit ihrem krachigen, deutschsprachigen Post-Punk musikalisch durchaus zu überzeugen. Das Tageshighlight war jedoch ohne Wenn und Aber MC Windhund, dessen Musik – eine spannende Mischung aus Hip-Hop und Indie und vergleichbar mit Künstler*innen wie Salò – das Publikum vor der Bühne in ihren Bann zog. Dass der Live-Auftritt des Newcomers noch nicht zu 100 Prozent durchchoreografiert war, machte das Ganze noch weitaus sympathischer, sah man MC Windhund die Freude über die gefüllte Kleine Freiheit doch wirklich an. Empfehlung!